Eisenrestaurierung

Von allen Metallobjekten sind jene aus Eisen besonders vom Zerfall bedroht, und es bedarf daher einer sorgfältigen Vorbehandlung, die schon im Ausgrabungsgelände beim Bergen der Funde beginnt (Gipsmanschette). Da oftmals das ursprüngliche Aussehen vieler Eisenobjekte nicht einwandfrei erkennbar ist und wichtige Details beim Freilegen mit groben Schleifgeräten verloren gehen können, werden noch vor dem Aufsägen der Gipsmanschette RÖNTGENAUFNAHMEN angefertigt. Ausblühungen entfernt man mit Schleif- und Feinstrahlgeräten, wobei die nahezu durchoxidierten Eisenkörper zwischendurch immer wieder im ARALDIT- BAD getränkt werden; um den Kunststoff auszuhärten, werden ROTLICHT WÄRMELAMPEN verwendet. Fehlende Teile werden mit farblich abgestimmter Aralditmasse ergänzt. Ebenso wie bei allen anderen archäologischen Fundobjekten, deren ursprüngliches Aussehen nicht mehr einwandfrei rekonstruierbar ist, verbleiben alle unklaren Details in weißem Kunststoff und heben sich in der Farbgebung deutlich vom gesicherten Bestand ab.